Das Landwirtschaftsministerium und das Energieministerium wurden von der Regierung angewiesen, moderne Bewässerungsanlagen und an den Zuflüssen des Orumiyeh-Sees intelligente Wasserzähler zu installieren. Außerdem sollen die für Wälder, Weideland und Wassereinzugsgebiete zuständigen Behörden einen Plan zur Kontrolle der Staubentwicklung und der Bodenstabilisierung entwickeln.
Der im Nordwesten Irans gelegene Orumiyeh-See ist bei vollem Wasserstand der größte Salzwassersee der Erde, doch in den vergangenen Jahres ist sein Volumen um 70 Prozent gesunken. Nach offiziellen Informationen sank sein Wasserstand während der letzten 17 Jahre um 30 bis 40 Zentimeter. Daraus ergeben sich für die in der Region lebenden Menschen ernsthafte Schwierigkeiten.
Präsident Rohani sagte dazu, dass seine Regierung bereit ist, die nötigen Finanzmittel zur Wiederbelebung des Sees bereitzustellen.
Bereits jetzt tut die Regierung mehr als das Problem mit Geld lösen zu wollen. So veranstaltete das iranische Umweltministerium in Kooperation mit dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) im März eine Konferenz, an der hunderte Experten aus aller Welt teilnahmen, um über Strategien zur Bewältung von Irans Wasserknappheit diskutierten. Das Ergebnis waren Vorschläge für 24 Einzelprojekte.
"Nachdem Rohani sein Amt antrat wurde schon auf der ersten Sitzung seiner Regierung eine Expertengruppe zur Rettung des Orumiyeh-Sees und anderer von Austrocknung bedrohter Feuchtgebiete eingesetzt", berichtet Professor Nasser Agh von der Universität von Orumiyeh und Mitglied des Lenkungsausschusses des Programms zur Wiederbelebung des Orumiyeh-Sees.